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10 Fragen, die Sie einem Makler stellen sollten

Eine gute Immobilie ist Vieles: Ein Zuhause, Altersvorsorge, Geldanlage…. Wer über einen Immobilienmakler kauft, der sollte Fragen stellen. Schließlich investiert man eine große Summe in ein Objekt. Wenn man viel Geld ausgibt, dürfen auch keine Mängel vorhanden sein, die man nach dem Kauf beseitigen muss. Doch welche Fragen sind die wichtigsten? Hier eine Checkliste mit wichtigen Fragen und die Begründung, warum man diese unbedingt stellen sollte.

Die richtigen Fragen stellen und keine Überraschungen erleben.

1 – Wie ist der aktuelle Zustand des Objektes?

Eine der wichtigsten Fragen ist die über den Zustand des Objektes. Sollte es sofort bezogen werden, dürfen keine größeren Sanierungsarbeiten anstehen. Die Maßnahmen beziehen sich auf größere Arbeiten, wie beispielsweise den Einbau neuer Fenster. Streichen zählt nicht zu Sanierungsarbeiten. Die Fenster müssen auf dem neuesten Stand der Technik sein. Undichte Fenster oder solche mit Einfachverglasung bedeuten höhere Heizkosten.

2 – Wie hoch waren die Betriebskosten in den letzten Jahren?

Die Betriebskosten einer Immobilie werden vom künftigen Eigentümer gerne mal vergessen. Doch nicht nur die Höhe der Finanzierungsrate spielt eine Rolle, denn die Betriebskosten kommen oben drauf. Zu hohe Betriebskosten wären eine zusätzliche Belastung.

Deshalb schon bei der Besichtigung den Makler fragen, wie hoch die Betriebskosten in den letzten Jahren im Durchschnitt waren. Erachten Sie die Betriebskosten als zu hoch fragen Sie ruhig, warum das so ist. Gründe könnten sein:

– Undichte Fenster – Schlechte oder nicht vorhandene Außenisolierung – Übermäßiger Energieverbrauch der bisherigen Bewohner

3 – Gibt es einen Energiepass?

Laut EnEV (Energieeinsparungsverordnung) 2014 muss jedes Haus über einen Energiepass verfügen. Bezeichnet wird die Energieeffizienzklasse mit den Buchstaben A bis H, wobei A die Beste, dementsprechend H die Schlechteste ist. Nur qualifiziertes Fachpersonal, wie Architekten, Energieberater oder Schornsteinfeger dürfen den Energiepass ausstellen. Zu den Fragen gehört auch die, wer den Pass ausgestellt hat. Der Aussteller sollte auch eine Berufshaftpflichtversicherung haben, da diese eventuelle Ansprüche aus einem fehlerhaft ausgestellten Energiepass abdeckt.

4 – Wann wurde zum letzten Mal eine Sanierung durchgeführt? Gab es größere Schäden an der Immobilie?

Die Fragen nach einer Sanierung ist notwendig. Wann wurde die Sanierung durchgeführt und gab es dafür bestimmte Gründe? Ein Grund kann zum Beispiel ein Wasserschaden sein, der eine Sanierung notwendig machte. Wasser kann viel Schaden an einer Immobilie anrichten. Werden die Mauern nicht ausreichend getrocknet, kann Schimmel entstehen. Das ist der Grund, warum diese Angaben besonders wichtig sind. Wurden im Rahmen der Sanierung neue Fenster eingebaut oder ein Wärmeschutz aufgebracht steigert das den Wert des Gebäudes.

5 – Welche Heizung wird betrieben und wann wurde diese Heizung eingebaut?

Veraltete Heizungen bedeuten einen hohen Energieverbrauch. Ebenso spielt es eine Rolle, mit welchen Betriebsmitteln die Heizung betrieben wird. Eine der Fragen ist daher die nach dem Alter der Heizung. Die Heizkörper sollten auch relativ neu sein, denn dadurch wird zusätzlich Energie gespart. Alte Rippenheizkörper sind Energiefresser. Die modernen Heizkörper geben mehr Wärme an die Räume ab. Sind an den Heizkörpern noch moderne Thermostate angebracht, senkt das die Heizkosten.

6 – Wie hoch sind die Gesamtkosten der Immobilie (inklusive Notarkosten und Maklerkosten)?

Mit in den Kaufpreis einzurechnen sind die Kosten, die für den Makler und die Vertragserrichtung beim Notar anfallen. Schon im Vorfeld sollte man den Makler fragen, wie hoch die zu entrichtenden Gebühren sind. Die Kosten für den Notar ergeben sich aus dem Preis der Immobilie. Die Kosten, die für die Eintragung ins Grundbuch zu entrichten sind, sind in den Notargebühren schon enthalten. Etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises fallen an Notarkosten an.

7 – Können noch Grundstücke in der Nachbarschaft verbaut werden?

Bei der Besichtigung des Objektes muss man klären, ob noch Grundstücke, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft befinden, verbaut werden dürfen. Nicht selten passiert es, dass man sich ein schönes Haus in ruhiger Lage kauft und einige Jahre später entsteht in der Nachbarschaft eine Wohnsiedlung oder gar ein Industriegelände. Eine der Fragen sollte daher sein, welcher Nutzungsart die angrenzenden Flächen gewidmet sind und ob es in den nächsten Jahren eventuell eine Änderung geben könnte.

8 – Wie gut ist die Infrastruktur in der Wohngegend ausgebaut?

Die Fragen nach der Infrastruktur sind wichtig. Man möchte schließlich nicht unbedingt ein Auto benötigen, um den Supermarkt, den Arzt oder die Apotheke erreichen zu können. Optimal wäre auch eine nahe Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Fragen, die vor allem für Familien mit Kindern wichtig wären, sind die nach den Schulen und Kindergärten in der Nähe. Beides sollte gut erreichbar sein, sodass Kinder keinen langen Schulweg vor sich haben. Idealerweise gibt es auch einen Parkplatz direkt vorm Haus, eventuell auch einen Platz in einer Tiefgarage.

9 – Wie sieht die Struktur des Daches und des Kellers aus? (Feuchtigkeitsprobleme usw.)

Die wichtigsten Teile des Hauses sind das Dach und der Keller. Bei den Fragen muss auch dieses Thema behandelt werden. Ein undichtes oder veraltetes Dach kann enorme Schäden

an dem Haus anrichten. Das Holz des Dachstuhls kann feucht werden und zu faulen beginnen. Bei der Besichtigung der Immobilie muss der Dachstuhl genau angesehen werden. Feiner Holzstaub am Boden kann ein Hinweis auf einen Holzwurm sein, der sich im Gebälk befindet. Das wiederum hat zur Folge, dass der Dachstuhl instabil wird und erneuert werden muss. Fragen nach dem Keller sollten sich in erster Linie auf die Feuchtigkeit beziehen. Ist der Keller feucht, kann die Nässe aufsteigen und somit im gesamten Gebäude einen Schimmelbefall verursachen. Das würde immense Sanierungskosten nach sich ziehen.

10 – Welche Ausstattung ist in dem Immobilienpreis mit enthalten?

Zum Abschluss stellen sich die Fragen nach der Ausstattung, die im Immobilienpreis enthalten ist. Meist sind es Einbauküchen, die im Gebäude verbleiben, da sie nach Maß gefertigt wurden. Auch das Gartenhäuschen, die Photovoltaikanlage können z.B. dazugehören. Das muss vor dem Kauf der Immobilie abgeklärt werden. Es ist empfehlenswert, dass eine Inventarliste mit dem verbleibenden Mobiliar erstellt wird.

Ein guter und seriöser Makler wird dem Kunden alle Fragen ausführlich und korrekt beantworten. Nehmen Sie diese Liste der Fragen doch zum Besichtigungstermin mit. So kann sichergegangen werden, dass auch nichts Wichtiges vergessen wird. Ebenfalls hilft diese Liste, schon im Vorfeld zu erkennen, welche Mängel vorhanden, und wie sie zu erkennen sind. Einem Kauf der gewünschten Immobilie steht somit nichts mehr im Wege.

Wir von HYPO14 wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach dem geeigneten Objekt.

Leyla Haddi

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